STRUKTURIERTE UND ZERTIFIZIERTE FORTBILDUNG: PARODONTOLOGIE
   
  Strukturierte Fortbildung: PARODONTOLOGIE, Teil 1-3
 

Prof. Dr. Petra Ratka-Krüger Prof. Dr. Petra Ratka-Krüger

1980-1985 Studium der Zahnheilkunde in Frankfurt a.M. Seit 1985 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Poliklinik für Parodontologie am Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Carolinum Frankfurt. Seit 1992 Oberärztin. Seit 1993 Spezialistin für Parodontologie der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie (DGP). 1997 Habilitation und Ernennung zur Privatdozentin. 2002 Wechsel an die Abteilung für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Seit 2003 Oberärztin der Sektion Parodontologie in der Abteilung für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie der Zahnklinik Freiburg. Seit 2004 Apl. Professur. Seit 2006 Studiengangsleiterin MasterOnline Parodontologie. Seit November 2007 Leitung der Sektion Parodontologie in der Abteilung für Zahnerhaltungs- kunde und Parodontologie der Zahnklinik Freiburg. 7. Dezember 2007 Zertifikat Hochschuldidaktik des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. Hauptarbeitsgebiete: nicht-chirurgische Parodontitistherapie und lokale/systemische Antibiotikatherapie, plastische und regenerative Parodontalchirurgie, Einfluss von Allgemeinerkrankungen auf das Parodont, Einfluss von Parodontitis auf den allgemeinen Gesundheitszustand, Wechselbeziehung zwischen Parodont und Endodont, e-learning in der Zahnmedizin.

  THEMENSTELLUNG
 
ERSTER TAG:

Grundlagen

1. Pathologisch anatomische Grundlagen der Parodontalerkrankungen und Mundschleimhauterkrankungen

  • Struktur und Funktion des Parodontiums
  • Wurzelresorption und Reparation
  • Furkationsmorphologie

    2. Pathogenese: Mikrobiologische, genetische, immunologische und toxische Aspekte

  • Erkrankung des marginalen Parodontiums
  • Reduzierte Abwehrsysteme

    ZWEITER TAG:

    3. Befunderhebung und Diagnostik

  • Klassifikation - Gingivitis / Parodontitis / Periimplantitis
  • Akute chronische Parodontitis
  • Spezielle lokale Manifestationen der Parodontitis
  • Mikrobiologische Analyse

    4. Systematik der Parodontalbehandlung

  • Behandlungsplan und Behandlungsablauf inkl. prothetischer Planung
  • Spezielle Parameter der parodontologischen Therapieplanung
  • Spezielle Therapieformen
  • Mundhygiene (Hygienephasen) und Prophylaxe
  • Nichtchirurgische Behandlungsmethoden
  • Chirurgische Behandlungsmethoden

    5. Technische und instrumentelle Anforderungen

  • Debridment: Handinstrumente Schall- und Ultraschallscaler, oszillierende Instrumente
  • Lappenoperation / Lappendesign
  • Membrantechniken
  • Einsatz zusätzlicher instrumenteller Hilfsmittel

    DRITTER TAG:

    Zeit für praktische Übungen:

  • Lappendesign (Schweinekiefer)
  • Nahttechnik (Schweinekiefer)

    VIERTER TAG:

    6. Integration der Parodontalbehandlung in die Gesamttherapie

  • Darstellung der Behandlungsziele
  • Aufstellung von zeitlichen und operativen Behandlungsplänen

    7. Medikamentöse Therapie

  • Kombination von chemotherapeutischer und tradioneller parodontologischer Therapie
  • Subgingivale Mikroflora und die adjunktive antimikrobielle Therapie
  • Medikamentöse Intervention

    Initiale Therapie

    1. Information

  • Behandlungsablauf
  • Spezielle Therapieformen
  • Ästhetische Probleme
  • Prognostische Aspekte für den Parodontitispatienten
  • Parodontitis als Risikofaktor für organische Erkrankungen

    2. Motivation und Instruktion

  • Auklärung und Instruktion

    3. Indizes

    4. Professionelle Entfernung harter und weicher Beläge

  • Nichtchirurgische Behandlungsmethoden
  • Supra- und subgingivales Scaling
  • Mundhygiene (Hygienephase) und Prophylaxe
  • Scalingtechnik: Handinstrumente Schall- und Ultraschallscaler, oszillierende Instrumente
  • Einsatz zusätzlicher instrumenteller Hilfsmittel
  • Einsatz von zahnärztlichem Hilfspersonal

    5. Beseitigung von Störfaktoren

  • Beseitigung von überstehenden Kronenränder und prothetischen Schmutznischen
  • Schäden durch Metalle und Kunststoffe im Mund
  • Prothetisch bedingte Noxen für das Parodont
  • Konservierende Maßnahmen und dadurch bedingte Schädigung des Parodonts

    Reevaluation

    FÜNFTER TAG:

    Parodontalchirurgie

    1. Vorbereitende chirurgische Maßnahmen

  • Operative Behandlung von parodontalen Zysten und Epuliden
  • Hemisektion, Wurzelamputation und provisorische Versorgung
  • Extraktion von nicht erhaltungswürdigen Zähnen und provisorische Versorgung

    2. Organisation der operativen Maßnahmen

    3. Anästhesieverfahren

  • Anästhesie bei Risikopatienten
  • Risiken und Komplikationen bei verschiedenen Anästhesieverfahren

    4. Verschiedene Methoden des operativen Vorgehens

  • Lappenoperationen und Lappendesign
  • Gingivektomien, Lappenkürretagen
  • Parodontale plastische Chirurgie: Verpflanzung von freien Bindegewebstransplantaten vom Gaumen und Verpflanzung von freien Schleimhauttransplantaten zur Deckung von Rezessionen
  • Koronale und laterale Verschiebelappen
  • Verbreiterungsverfahren der angehefteten Gingiva
  • Vertiefung des Mundbodens

    SECHSTER TAG:

    5. Mukogingivale und plastische Parodontalchirurgie

  • Einfache mukogingivalchirurgische Eingriffe beim Vorliegen von Lippen-, Wangen- und Zungenbändchen
  • Parodontale plastische Chirurgie: Verpflanzung von freien Bindegewebstransplantaten vom Gaumen und Verpflanzung von freien Schleimhauttransplantaten zur Deckung von Rezessionen
  • Zeit für praktische Übungen:
    - Bindegewebstransplantat (Schweinekiefer)
    - Schleimhauttransplantat (Schweinekiefer)

    SIEBENTER TAG:

    6. Regenerative Methoden

  • Klinische Erfahrungen und theoretische Voraussetzungen des regenerativen Eingriffs
  • die Knochentaschenauffüllung mittels Lappenoperationen
  • die Knochentaschenchirurgie mit autologen Transplantaten
  • Gewebsgesteuerte Regenerationsverfahren mit verschiedenen Membrantechniken
  • Einsatz von Membran und gesteuerte Geweberegeneration zur Deckung von Rezessionen
  • Furkationsbehandlung
  • Zeit für praktische Übungen:
    Legen von Membranen und Setzen von Pins (Modell)

    ACHTER TAG:

    7. Komplikationen und ihre Beherrschung

  • Reaktion der Zähne und Implantate in Knochen und Schleimhaut
  • Interventionsmaßnahmen (angepaßte Behandlungsmaßnahmen)
  • Medikamentöse Intervention
  • Zeit für praktische Übungen:
    - Fortfahren 7. Tag

    NEUNTER TAG:

    Nachsorge

    1. Recall, Systematik der Kontrolluntersuchungen und Organisation der Langzeitbetreuung

  • Heilungsformen nach Parodontaltherapie
  • Praxis der parodontalen Nachsorge (Recall)
  • Spätbefunde und Rezidive
  • Reevaluation
  • Einsatz vom zahnärztlichen Hilfspersonal

    2. Ursachen und Therapiemöglichkeiten bei Komplikationen

  • Unzureichende Fibrointegration und Osseointegration
  • Wunddehiszenz
  • Medikamentöse Intervention
  • Extraktion

    ZEHNTER TAG:

    Zeit für praktische Übungen:
    - Planung von eigenen Fällen

    Abschlußgespräch

    100 Fortbildungspunkte

  •   ORGANISATORISCHE HINWEISE
     
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    Mi. 08.12.2010 - Sa. 11.12.2010  9:00 - 17:00 Uhr  (KursNr:10/601A)
    Mi. 19.01.2011 - Sa. 22.01.2011  9:00 - 17:00 Uhr  (KursNr:10/601B)
    Fr. 18.02.2011 - Sa. 19.02.2011  9:00 - 17:00 Uhr  (KursNr:10/601C)
     
    Kursgebühr: Gesamtgebühr: 3.400.- €